Stirnlampen-Vergleich für Läufer (Lenser H7R und Magicshine MJ 872)

Für die anstehenden langen Alpen-Ultras und die damit verbundene Zeit, die ich dort zwangsläufig in der Dunkelheit unterwegs sein werde, brauchte ich noch eine bessere Stirnlampe als meine Lenser H7R (200 Lumen), die sich im technisch anspruchsvollen Gelände doch als zu dunkel erwiesen hat. Nach langer Suche im Internet habe ich für mich subjektiv die Magicshine MJ 872 als beste Lampe gefunden. Gute Leistung, bei sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Lampe wird mit theoretischen 1.600 Lumen verkauft, bringt es gemessen wohl auf 1.250 Lumen. Wie viel es letztlich im Labor tatsächlich sind, ist mir egal, die Lampe liefert jedenfalls ein gigantisches Licht. Selbst die niedrigste Stufe (25%) bringt eine bessere Beleuchtung als meine alte Lenser H7R. Bei bergauf-Passagen ist diese Stufe bereits ausreichend. Die Stufen 2 (50%) und 3 (75%) reichen für die meisten schnelleren Trails aus. Die Stufe 4 (100%) bringt einfach nur super Licht auf die Strecke und reicht für jede technisch schwierige bergab-Passage aus! Es gibt eigentlich keinen Spot, da die Lampe sehr breit und gleichzeitig sehr tief ein homogenes Licht liefert.

Die Akku-Laufzeit, mit dem kleinen Standard-Akku, liegt bei 2h auf 100% Leistung und reicht bis zu 10h auf der niedrigsten Stufe. Diese Werte habe ich noch nicht validiert und werde das in den nächsten Wochen austesten. Die Lampe ist geregelt und bietet daher weitgehend gleiche Lichtleistung über die gesamte Leuchtdauer.

Das Kopfband, das man zur Lampe dazukaufen kann, sitzt gut. Der Lampenkopf (ca. 100 g schwer) wird einfach mit einem O-Ring befestigt und sitzt bombenfest. Verstellen muss man nichts, da die Ausleuchtung einfach tierisch gut ist. Den Akku (ca. 200 g schwer) kann man am Arm oder im Rucksack tragen, dazu ggf. ein Verlängerungskabel mitbestellen. Mit Zubehör habe ich 119 Euro ausgegeben und bin absolut zufrieden! Es gibt auch Lampen mit noch mehr Leistung (z.B. MJ 880), dann benötigt man aber auch zwangsläufig noch stärkere Akkus und hat damit auch mehr Gewicht zu schleppen.

Nachfolgend ein paar Fotos (vollständig geladene Akkus bei beiden Lampen). Alle Fotos sind bei ISO 400, 2 Sekunden Belichtungszeit, Blende 4 und 18 mm Brennweite entstanden. Diese Einstellung gibt das Licht der Lampen in meiner „Testumgebung“ am besten wieder. Die Testumgebung war ein dunkler Fichtenwald oberhalb von Herscheid. Klar: Beide Lampen stammen aus unterschiedlichen Ligen. Die H7R ist für viele Anwendungszwecke auch eine tolle Lampe, aber für technisches Terrain gibt es eben doch deutlich bessere…

Bei Fragen, schreibt mir einfach eine kurze Mail!

 MJ 872 bei 25%:

DSC 5173

 
MJ 872 bei 50%:

DSC 5174

 
MJ 872 bei 75%:

DSC 5175

 
MJ 872 bei 100%:

DSC 5176

zum Vergleich: Lenser H7R bei 100%:

DSC 5177

Dann noch eine zweite Testumgebung: Ebenfalls oberhalb von Herscheid, diesmal Trail abwärts. Kameraeinstellungen sind identisch.
MJ 872 bei 25%:

DSC 5178

 
MJ 872 bei 50%:

DSC 5179

 
MJ 872 bei 75%:

DSC 5180

 
MJ 872 bei 100%:

DSC 5181

zum Vergleich: Lenser H7R bei 100%:

DSC 5182

Und abschließend noch ein Foto mit Herscheid im Hintergrund, einfach weil es so ein schönes Örtchen ist!

DSC 5190

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.